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Engagement in Indien führt zu konkreten Projekten

Engagement in Indien führt zu konkreten Projekten

AMAZONE unterstützt die Arbeit der Welthungerhilfe in Indien jährlich mit ca. 30.000 Euro. Hierbei steht die Landwirtschaft kleiner Farmer im Fokus.

Seit 2016 gibt es bei den AMAZONEN-Werken eine Projektgruppe. Sie besteht aus 14 Mitgliedern, darunter Bettina Dreyer als Vertreterin der Inhaberfamilie, René Hüggelmeier als Personalleiter, sowie 12 Auszubildende und duale Studierende, die sich mit den Problemen der indischen Farmer auseinandersetzen. Durch die Kooperation zwischen Amazone und der Welthungerhilfe werden zirka 50 Projektdörfer in Indien betreut.

Hierbei ist das Motto der Welthungerhilfe „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Aufgabe der Auszubildenden ist die Entwicklung effektiver Werkzeuge, welche von den Kleinbauern in Indien eingesetzt werden sollen.

Vom 16.7.2017 bis zum 23.7.2017 machte sich die Projektgruppe auf die spannende Reise in eine für sich unbekannte Region. Von Düsseldorf über Dubai nach Kolkata (ehem. Kalkutta) war die Flugroute. Von dort aus ging es mit dem Zug nach Deogah, um dem Projektziel näher zu kommen.

In Kooperation mit der Welthungerhilfe wurden vor der Reise in der Projektgruppe Fallstudien bearbeitet, in denen Probleme der Landwirte geschildert waren. Es wurde versucht Lösungen für diese Probleme zu erarbeiten. Allerdings waren diese mit weiteren Fragen verbunden, die vor Ort geklärt werden mussten.

Nach dem ersten Tag in Kolkata begab sich die Projektgruppe mit dem indischen Projektleiter Anshuman auf den Weg nach Westbengalen, wo sie von weiteren Mitarbeitenden der Welthungerhilfe begleitet wurden. Nach der Einquartierung in Westbengalen besuchten die Reiseteilnehmer der AMAZONEN-Werke eines der Projektdörfer. Hier wurden einzelne Landwirte und Projekte vorgestellt, die mithilfe der Spenden eine enorme Entwicklung vorzuweisen hatten. Voller Stolz wurden Maschinen, Felder und Komposthaufen gezeigt, die als Dünger für die Felder dienten (Bild 1). In einer Runde mit den Dorfbewohnern wurden die Entwicklungen und die Ergebnisse der letzten drei Jahre vorgestellt (Bild 3). Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den Dorfbewohnern, machte sich die Projektgruppe auf den Weg zum Field Office, in dem sich die Landwirte treffen und Schulungen besuchen.

Beeindruckt von den kleinen Feldern und die Art der Bewirtschaftung, konnten die Reisenden viele interessante und durchaus wichtige Eindrücke sammeln und waren in der Lage erste Überlegungen anzustellen, wie die Bewirtschaftung der kleinen Felder auf der einen Seite vereinfacht und auf der anderen Seite so optimiert werden können, dass ein Farmer seine Familie ernähren kann. Fragen, die einen wichtigen Diskussionspunkt in der Projektgruppe der AMAZONEN-Werke in Hasbergen darstellen werden.

Am zweiten Tag der Reise ging auf die Felder, um in die Haut eines Farmers zu schlüpfen. Sei es Reis einsetzen, Hirse umpflanzen oder das Pflügen mit den Ochsen (Bild 2). Die Projektgruppe zeigte keine Scheu und versetzte sich so gut es ging in die Haut der Farmer und Farmerinnen. Außenstehende können sich nicht vorstellen, wie viel Arbeit und Zeit ein kleines Feld von 30 Quadratmeter in Anspruch nimmt. Die Minute, die ein Pflug in Deutschland meist nicht einmal benötigt, bedeutet ein gesamter Arbeitstag mit einem Ochsen in Indien.

Aufgrund dieser vielen Eindrücke der Reise sind in der Projektgruppe Ideen entstanden, wie man die Arbeit der Farmer auf den Feldern erleichtern könnte. Nachdem erste Entwürfe erstellt und in kleiner Runde besprochen worden sind, stellte man diese dem Bauernverband vor (Bild 4). Nach intensiven Diskussionen mit den Landwirten haben diese die Fallstudien und die neu entworfenen Ideen mit Freude und Begeisterung aufgenommen.

Die nächste Herausforderung wartet schon, mit der Umsetzung der in Indien gesammelten Ideen.

Weitere Informationen finden Sie im Welthungerhilfe Magazin 3/2017: PDF Download