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Ein Prinzip eroberte die Welt – 50 Jahre „Amazone ZA-Düngerstreuer“

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Freitag, 14. März 2008

1958 brachte Amazone mit dem ZA den ersten Zweischeiben-Düngerstreuer auf den Markt. Weltweit hat das Unternehmen seither über 700.000 ZA-Düngerstreuer verkauft.

 

„Wir müssen das Amazone-Programm um einen Schleuderstreuer erweitern,“ so lautete im Jahr 1958 eine der ersten Entscheidungen von Heinz Dreyer, nachdem er als dritte Inhaber-Generation zusammen mit seinem Vetter Klaus Dreyer in die Amazone-Geschäftsführung eingetreten war. Zwar verkaufte Amazone damals beachtliche Stückzahlen der stark verbreiteten Walzendüngerstreuer, doch die Märkte waren im Wandel: So wurden weniger mehlförmige, dafür aber mehr und mehr gekörnte Mineraldünger auf den Feldern ausgebracht – und dafür waren die Schleuderstreuer einfach besser geeignet.

Obwohl einzelne Anbieter bereits Einscheiben-Düngerstreuer bzw. Pendelstreuer verkauften, kam Heinz Dreyer als Verantwortlicher für die technische Weiterentwicklung sehr schnell auf die entscheidende Idee: Ein Schleuderstreuer mit zwei Streuscheiben müsste deutlich besser arbeiten als ein Einscheibenstreuer. Daraufhin entwickelte er in kürzester Zeit den ersten Zweischeiben-Anbaudüngerstreuer, den Amazone ZA. Das Kürzel ZA stand als Abkürzung für „Zentrifugalstreuer-Anbaumaschine“.

Die neue Maschine war auf Anhieb erfolgreich. Schon im Jahr 1959 konnte Amazone 1.500 ZA ausliefern, 1960 waren es bereits 5.000. Der Zuspruch der Kunden wurde immer größer und machte Amazone auf dem Sektor Düngerstreuer schließlich für lange Jahre konkurrenzlos; zeitweise wurden über 30.000 ZA pro Jahr verkauft. Es war ein riesiger Erfolg, der im Nachhinein zu den entscheidenden Fundamenten für den soliden weiteren Ausbau der Amazonen-Werke gezählt werden muss.

„Im Jahr 2008 erleben wir mit unserem Amazone ZA das 50. Jubiläum einer einzigartigen Maschine“, blickt deshalb heute der mehrfach für seine Konstruktionsarbeit ausgezeichnete Prof. h.c. (SAA Samara) Dr. Dr. h.c. Heinz Dreyer auf die ZA-Geschichte zurück. „Dass man in Deutschland die Marktführung mit einem Maschinenprinzip schlagartig schafft, und dieses Prinzip über ein halbes Jahrhundert den Markt beherrscht, das ist ganz selten, fast einmalig!“

Zu den Vorteilen der ZA-Konstruktion zählt auch heute noch, dass die gegenläufig angetriebenen Streuscheiben unter allen Bedingungen ein links und rechts zur Fahrachse spiegelbildlich gleiches Streubild ermöglichen. Auf der anderen Seite sichert die konstante, einstellbare Zapfwellendrehzahl eine konstante Drehzahl der Streuscheiben. So lässt sich der Düngerstreuer schnell und einfach für verschiedene Düngerarten und Arbeitsbreiten einstellen. Diese Grundprinzipien waren so erfolgreich, dass sämtliche anderen Hersteller sie im Laufe der Jahre „übernommen“ haben.

Weltweit hat Amazone seit 1958 über 700.000 ZA-Düngerstreuer verkauft. Zugleich konnte das Unternehmen in Deutschland sowie in anderen Ländern die Marktführerschaft bei Düngerstreuern souverän halten.

Natürlich ist die langjährige ZA-Erfolgsgeschichte auch auf viele weitere Amazone-Ideen zurückzuführen, so z.B. auf die Technik der Spätdüngung oder die Rührwerke zum Ausbringen feuchter Streustoffe. Ein weiterer Meilenstein war u.a. das Wechselscheibensystem für immer größere und variable Arbeitsbreiten (inzwischen bis 48 m) sowie für das Grenz- und Randstreusystem Limiter. Jüngste Innovation im ZA-Bereich ist das neue Kamerasystem Argus, welches anlässlich der Agritechnica 2007 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Mit Argus lassen sich die Einstellwerte für die Querverteilung automatisch ermitteln.

 

Bild rechts: Der Erfinder des ZA, Prof. h.c. (SAA Samara) Dr. Dr. h.c. Heinz Dreyer, am goldenen Jubiläumsstreuer: „Dass dieses Prinzip über ein halbes Jahrhundert den Markt beherrscht, das ist ganz selten, fast einmalig!“