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Team der Hochschule Osnabrück wird Feldroboter-Weltmeister

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Beim 14. „International Field Robot Event“ hat das von Amazone gesponsorte Team der Hochschule Osnabrück nach 2006 zum zweiten Mal den Gesamtwettbewerb gewonnen und ist Feldroboter-Weltmeister 2016. Der Wettbewerb fand im Rahmen der DLG-Feldtage (Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.) auf dem Gut Mariaburghausen in Haßfurt (Unterfranken) unter schwierigen äußeren Bedingungen statt. Für die 16 Studierendenteams aus 7 Ländern stellten der Regen und die schwierigen Bodenverhältnisse große Herausforderungen dar.

Der Feldroboter der Hochschule mit dem Namen „The Great Cornholio“ ist mit einem Laserscanner, Kameras und Sensoren zur Bewegungserfassung („Inertial Measurement Unit (IMU)“) ausgestattet. Als mechanische Basisplattform wurde die in den vergangenen Jahren weiterentwickelte „Volksbot“-Plattform (Fraunhofer) verwendet. Die Entwicklung von Algorithmen zur Interpretation der Daten für eine robuste Navigation unter schwierigen Feldbedingungen sowie weitere technologische Entwicklungen mit Aktoren (zur Unkrautbekämpfung oder Aussaat) stellten Schlüsselkomponenten zum Teamerfolg dar. Trotz der sich ständig ändernden Rahmenbedingungen kamen mehrere Teams gut zurecht, so dass es insgesamt ein knappes Rennen um die Siegerplätze der einzelnen Wettbewerbe und um den Gesamtsieg gab.

Die Navigation in der Reihe und die Wenden am Ende der Reihen wurden von „The Great Cornholio“ sehr gut bewältigt, auch der Übergang zu weiter entfernt liegenden Reihen („Advanced Navigation“) klappte sehr gut. Die „Unkrautbekämpfung“ in Form von Golfbällen wurde vom Team durch eine Aneinanderreihung elektronisch ansteuerbarer Freistoß-Spraydosen (passend zur Europameisterschaft) realisiert; die Bildverarbeitung bestimmt dabei (in Echtzeit) die Position der Golfbälle und das Spray landet auf den Golfbällen. Dieses Konzept wurde umgesetzt und funktionierte fehlerfrei, so dass dieser Wettbewerb gewonnen werden konnte. Vor dem zweitplatzierten Feldroboter „Eric“ der Harper Adams University aus Newport (Großbritannien) und „Zephyr“ (Universität Siegen) konnte das Osnabrücker Team mit großer Freude knapp den Gesamtwettbewerb gewinnen und mit 4 Pokalen die Heimreise antreten.

Das Team der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Arno Ruckelshausen wurde betreut von Steffen Hellermann (Team-Captain) und Andreas Linz. Die Zusammensetzung war dabei mit Studierenden aus 5 Ländern sehr international geprägt: Fabian Ellermann, Matthias Igelbrink, Tristan Igelbrink, Aditya Kapur (Indien), Thomas Ludemann, Olga Merzliakova(Russland), Burawich Pamornnak (Thailand), Rahul Puniani (Indien), Jan Roters, Jakub Rycl (Tschechien), Florian Wasmuth, Heiko Wilms und Ivan Zaytsev (Russland). Die Mitwirkung im Team erfolgte in der Freizeit, neben dem Studium oder der Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiter. Dabei erfahren die Teams für ihre Leistungen gute Unterstützung aus der Industrie. Die Amazonen-Werke fördern seit Jahren die Teams der Hochschule Osnabrück, weitere Sponsoren sind Xsens Technologies B.V.(Enschede/Niederlande), SICK AG (Waldkirch), Electronic Assembly GmbH (Gilching bei München) und die iotec GmbH (Osnabrück).