Bücher und mehr bei
In Partnerschaft mit amazon
Klicken Sie für eine vergrößerte Ansicht4 Bild(er)
 

20-Jahre-Super-S Mit Super-S-Gestänge und ISOBUS

 Josef Berg

Über den Einsatz des Super-S-Gestänges an einer Anbauspritze UF sowie Erfahrungen mit der ISOBUS-Technik berichtet Landwirt Josef Berg aus Bonn.

Die Bodenqualität auf dem Betrieb von Landwirt Josef Berg lässt kaum Wünsche offen: Sandige Lehme mit Tongehalten und bis zu 100 Bodenpunkten herrschen vor. Auch der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt mit 669 mm im grünen Bereich. Nur die Lage des 180 ha-Ackerbaubetriebs – mitten im Stadtteil Endenich, der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn – ist alles andere als einfach.

So muss Landwirt Berg von seiner Hofstelle aus mehrere Kilometer durch eng bebaute Wohnviertel und über eine vielbefahrene Hauptverkehrsstraße fahren, um seine Flächen zu erreichen. Auch die Verhältnisse auf der Hofstelle selbst sind extrem beengt. „Bei einem Betrieb in unserer Größe würde manch einer sicherlich eine Anhängespritze erwarten“, so Landwirt Berg, „aber unter unseren Bedingungen ist das unvorstellbar.“

Deshalb setzt er die Kombination aus einer Anbauspritze UF 1801 mitsamt Super-S-Gestänge sowie einem Fronttank FT 1001 von AMAZONE ein. „Kompakt und wendig, fast wie ein kleiner Selbstfahrer, trotzdem haben wir mit 27 m Arbeitsbreite und einem Behältervolumen von 2.800 Litern eine sehr leistungsfähige Spritze“, bringt Landwirt Berg die Vorteile auf den Punkt. Die Wendigkeit des „Gespanns“ kommt auch deshalb besonders zum Tragen, weil die Flächen des Betriebs mit Größen von knapp 1 ha bis 10 ha überwiegend klein strukturiert sind.

Dass das Super-S-Gestänge mit nur 2,4 m Transportbreite nicht breiter ist als der Antriebsschlepper, sondern schmal und kompakt im Heck der Spritze liegt, ist für ihn der entscheidende Vorteil im Hinblick auf die Straßenfahrten. „Für die Sicherheit im Verkehr ist das ein Riesen-Vorteil“, so Josef Berg. Aber auch bei der Spritzarbeit gefällt ihm das Super-S-Gestänge sehr gut: „Es liegt absolut ruhig – das kann ich nur bestätigen.“

So beurteilt er die Stabilität bei den Bewegungen in Fahrtrichtung als ebenso gut wie den Ausgleich und die Dämpfung von Pendelbewegungen. „Bei einem Traktor mit schmaler Pflegebereifung ist das besonders wichtig, weil ansonsten jede Bodenunebenheit sehr hart durchschlägt.“ Das Ein- und Ausklappen des Gestänges ist unkompliziert und in weniger als einer Minute erledigt. Dank der Funktion „Profi-Klappung 1“ funktioniert das einseitige Klappen, z.B. an Telegrafenmasten, ebenfalls einwandfrei. Die „Profi-Klappung 2“ mit der Möglichkeit das Gestänge auch anzuwinkeln, braucht Landwirt Berg auf seinen Flächen allerdings nicht.

„Mit dem Super-S-Gestänge bin ich bestens ausgerüstet. Ich bin aber auch ansonsten mit der Spritze sehr zufrieden“, lautet das Gesamturteil von Josef Berg. „Gerade beim Pflanzenschutz kommt es mir darauf an, Top-Technik einzusetzen, die zuverlässig funktioniert“, führt er weiter aus. „Denn bei der Arbeit hier im Stadtgebiet stehe ich ständig im Fokus der Anwohner. Wenn ich spritze, habe ich immer interessierte Zuschauer, die mich sehr genau beobachten.“ Deshalb ist es für ihn selbstverständlich, dass er seine UF mit der automatischen Gestängeführung DistanceControl, dem Druckumlaufsystem DUS, dem Comfort-Paket sowie der automatischen Vorgewende- und Teilbreitenschaltung GPS-Switch ausgerüstet hat.

Außerdem gehört Landwirt Berg zu den Pionieren beim Einsatz von ISOBUS-Maschinen. So war er einer der ersten Landwirte, dessen UF bei der Anschaffung im Jahr 2012 bereits mit einem ISOBUS-Jobrechner ausgerüstet war. Für die Bedienung der Spritze hatte er gleichzeitig in das ISOBUS-fähige CCI-Terminal von AMAZONE investiert. Als wichtigsten Vorteil der ISOBUS-Technologie sieht er die vielseitigen Kombinationsmöglichkeiten.

Denn mit dem CCI-Terminal kann er sowohl die verschiedenen Funktionen der Spritze als auch das GPS-Switch bedienen. Dank ISOBUS nutzt er das Terminal außerdem für die Bedienung eines ISOBUS-Düngerstreuers und einer ISOBUS-Drillmaschine, die beide von einem anderen Hersteller geliefert wurden. Kein Problem ist es außerdem, das CCI-Terminal zwischen verschiedenen Schleppern auszutauschen oder auch die Spritze über ein ISOBUS-Terminal eines anderen Herstellers zu bedienen. „Anfangs waren noch einige Software-Updates erforderlich“, erinnert sich Josef Berg an die ersten Einsätze „aber heute funktioniert die ISOBUS-Kommunikation zwischen dem Terminal und den verschiedenen Maschinen tadellos.“