Bücher und mehr bei
In Partnerschaft mit amazon
AMAZONE @ facebook

AMAZONE @ youtube

AMAZONE @ instagram


Bücher und mehr bei
In Partnerschaft mit amazon

Bodenbearbeitungstechnik gezielt in Verfahren einsetzen.

Jürgen Schmidt, Produktmanager Bodenbearbeitung, Amazone 

Laden Sie sich hier die Präsentation zum Vortrag als pdf-Datei.

Einige Updates zur Produktionsstätte Leipzig
Durch die Einweihung der neuen Lackieranlage (Pulverbeschichtung) am Standort Leipzig konnte die Lackqualität weiter verbessert werden. Darüber hinaus ist das Testgelände für Amazones Maschinen erneuert worden.

Versuchswesen Leipzig
Um die Arbeitsweise von Amazone Maschinen zu studieren und ständig weiter zu verbessern, hat Amazone im vergangenen Jahrzehnt ein umfassendes Versuchswesen aufgebaut. Dieses liefert nicht nur nachweislich Anhaltspunkte für Optimierungspotentiale, sondern bildet außerdem eine wissenschaftliche Basis, um Empfehlungen für Amazones Kunden auszusprechen, Verfahrenschritte weiter zu verbessern und Informationen für mehr Nachhaltigkeit und höhere Erträge zu gewinnen. Zunächst seien einige Informationen zum Versuchsaufbau genannt.

Der Schlag ist in 12 Parzellen gegliedert. Ausgehend von der ersten Parzelle, in der konventionell mit Pflug gearbeitet wird, nimmt die Bodenbearbeitungsintensität immer weiter über Mulchsaat 22cm Tiefe, 15cm bis 8cm Tiefe ab. Alternierend dazu werden die Saatbettbereitungs-, Saat- und die Bodenbearbeitungsgeräte angepasst. Für weitere Versuchsdetails sehen Sie bitte auf der Amazone Homepage die entsprechende Seite ein.

Die Ergebnisse zeigen auf, dass - obwohl beim rel. Feldaufgang die konventionelle Bearbeitung das höchste Ergebnis erzielt hat - Mulchsaatverfahren aufgrund eines höheren Ertrages und zusätzlich einer weitaus höheren Direkt- und Arbeitserledigungskosten freien Leistung der konventionellen Bearbeitung vorzuziehen sind. Je nach Standort und dessen Umweltbedingungen kann ein Bearbeitungsverfahren in seiner Vorzüglichkeit ein anderes überwiegen. Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass auch wenn optimierte Mulchsaatkonzepte in Ertrag und DAL tendenziell überwiegen, dennoch standortspezifisch angepasst gearbeitet werden muss, um beste Resultate zu erzielen.

Strip Till zu Winterraps
Zum Versuchsaufbau: Es wurde ganzflächig mit einem Centaur auf 15 cm Tiefe gearbeitet. Strip-Tilling mit 37,5 cm Reihenabstand auf 25 cm Tiefe. Die Aussaat ist mit X-Press-Vereinzelung erfolgt. Als Sorte kam Amilia zum Einsatz. Konventionelle Düngung in allen Varianten. Es ist deutlich zu erkennen, dass - anders als in Mulchsaat - die Erträge bei abnehmenden Aussaatstärken nicht zurückgehen. Die Saatstärkenreduzierung ist bis zu einem gewissen Grad durch den Bestand ausgleichbar. Neben einer Verifizierung dieser ersten gewonnenen Informationen bleiben zusätzlich folgende Fragestellungen zu klären:
- Was bringt eine zusätzliche Unterflur-Düngung?
- Gibt es negative phytosanitäre Effekte?
- Wie hoch ist der Einspareffekt bei den Dieselkosten?
Ein viel versprechender Ansatz kann eine Kombination aus Mulchsaat zur Halmfrucht und Strip Till zur Blattfrucht sein.

Unkrautproblematik in der konservierenden Bodenbearbeitung
Ursachen für eine fortschreitende Unkrautproblematik sind kurze Fruchtfolgen (Raps-Weizen-Weizen…), sehr frühe Saattermine für höchste Erträge, extensivere Mulchsaatverfahren, steigende Resistenzen gegen Herbizide durch einseitige Spritzfolgen und Auwandmengenreduzierungen, Verringerung der verfügbaren Wirkstoffe und Verbreitung von Unkrautsamen durch überbetrieblichen Maschineneinsatz.

Um Ukraut effizient bekämpfen zu können, bedarf es innovativer Maßnahmen. Einen Lösungsansatz liefert Amazones 3C-Konzept (Cost-Cutting-Concept). Alle Arbeitsgänge müssen optimal aufeinander abgestimmt werden. Als Richtlinie können folgende Empfehlungen abgegeben werden:
- Vorsicht bei überbetrieblichen Maschineneinsatz
- Bei erstmaligem Auftreten von Befallnestern – seperate Teilflächenbewirtschaftung
- die zu bewirtschaftende Schicht sollte nicht tiefer als 10cm sein
- 2-3 Wochen nach letzter, flacher BB ausreichender Auflauf der neuen „Welle“
- Bekämpfungsrate chemischer Mittel an der Oberfläche nur 90-95%