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Zum 150. Geburtstag von Heinrich Dreyer

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Am 25.03.2012 jährte sich der Geburtstag von Heinrich Dreyer, den Gründer der Amazonen-Werke, zum 150. Mal. Als Sohn des Stellmachers Johann Caspar Dreyer, dem ein Handwerksbetrieb mit langer Tradition gehörte, wurde Heinrich von seinem Vater in dessen Werkstatt ausgebildet und mit der Entwicklung von Landmaschinen, vor allem Getreidereinigungsmaschinen, vertraut gemacht. Für eine höhere Schulbildung, geschweige denn ein Studium, bestand keine Möglichkeit, da Heinrichs Vater schon in frühen Jahren verstarb.

So musste Heinrich Dreyer die Werkstatt bereits in jungen Jahren übernehmen und gründete schon bald, im Jahr 1883, eine Firma zur Serienfertigung von Landmaschinen und landwirtschaftlichen Geräten.

Heinrich Dreyer war ein Ausnahmeunternehmer, der sich trotz seiner einfachen Ausbildung schnell zu einem Multitalent entwickelte. Zum einen war er ein erfolgreicher Konstrukteur. So entwickelte er zu Anfang eine Getreidereinigungsmaschine – auch Windfege oder Wannemühle genannt - die mit viel Lob und ersten Preisen auf verschiedenen Ausstellungen ausgezeichnet wurde. Zum anderen entpuppte sich Heinrich als geschickter Kaufmann, der in der Lage war, einen schlagkräftigen Vertrieb mit Händlern und Genossenschaften aufzubauen. Dazu gestaltete er wirksame Verkaufsunterlagen mit überzeugenden Texten, Bedienungsanleitungen und Ersatzteillisten.

Schon 1906 prägte Heinrich Dreyer den Satz „Wir müssen hinaus in die Welt“ und verkaufte die ersten Getreidereinigungsmaschinen nach Chile. Mit diesem Leitsatz legte er den Grundstein für das bis heute wirksame starke Export-Engagement der Amazone-Gruppe. Heinrich Dreyer war es auch, der frühzeitig die Werbewirksamkeit des Namens Amazone erkannte. Deshalb wurde das Unternehmen 1915 in Amazonen-Werke umbenannt.

Als „guter Chef“ verstand es Heinrich Dreyer, tüchtige Mitarbeiter für sich zu gewinnen und sie zu hervorragenden Leistungen zu motivieren. Er war das Vorbild, das immer mit gutem Beispiel voran ging. Außerdem war er der Vater der großen Amazone-Familie, der bei allen Mitarbeitern aufgrund seiner vielen Fähigkeiten Hochachtung erzeugte.

Schließlich war Heinrich Dreyer ein kluger Taktiker, der stets das Risiko minimierte und sich auch durch größere Erfolge nicht zu unvorsichtigen Handlungen hinreißen ließ. So führte er das „Amazone-Schiff“ auch an gefährlichen Klippen vorbei und konnte sein Unternehmen sogar während der ruinösen Inflation Anfang der 20iger Jahre erhalten.

Es gäbe heute keine Amazonen-Werke, wenn nicht Heinrich Dreyer mit Klugheit und Weisheit das Unternehmen aufgebaut und erhalten hätte. Heute werden die Amazonen-Werke mit mehreren Fertigungsstandorten in Deutschland, Frankreich und Russland von seinen Urenkeln Christian und Dr. Justus Dreyer weiterhin als unabhängiges, reines Familienunternehmen geführt.