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Prof. h.c. Dr. Dr. h.c. Heinz Dreyer beging 80. Geburtstag

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Am 19. Februar 2012 beging Prof. h. c. (SAA Samara) Dr. Dr. h. c. Heinz Dreyer, Hasbergen, seinen 80. Geburtstag. Als ältester Sohn von Dipl.-Ing. Heinrich Dreyer, dem Nachfolger des Gründers der Amazonen-Werke, wurde er schon frühzeitig von seinem Vater für die Nachfolge bestimmt. Nach dem Abitur in Osnabrück absolvierte er Praktika im Stahlwerk Georgsmarienhütte, bei der Firma Heinrich Lanz in Mannheim und in den Bayerischen Leichtmetallwerken. Nachdem er 1956 sein Diplom an der Technischen Hochschule München (heute TU München) abgelegt hatte, blieb er als freier Mitarbeiter mit Forschungsauftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft weiter an der Universität.

Seine Promotionspläne wurden jedoch durchkreuzt als sein Vater plötzlich im November 1957 starb. Von da ab trat Heinz Dreyer umgehend in die Amazonen-Werke ein und übernahm Anfang 1958 mit seinem Vetter Klaus Dreyer die Leitung des Unternehmens. Neben dem dringend erforderlichen Ausbau der Firma nahm Heinz Dreyer seine Doktorarbeit erneut in Angriff und promovierte 1963 an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Auf unternehmerischer Seite lag ihm die Ausrichtung der Firma auf eine zukunftsorientierte Führung sehr am Herzen. Als Verantwortlicher für den Bereich Produktentwicklung entwickelte Heinz Dreyer von 1958 an Maschinen für den Pflanzenbau. So entstand die ZA Baureihe, eine neuartige Düngetechnik mit Zweischeibenstreuern in Dreipunktausführung. Ebenfalls unter seiner Leitung wurden die konventionellen Drillmaschinen D4…D9 entwickelt. Beide Baureihen führten zu einem riesigen Markterfolg und wurden richtungsweisend in Europa.

Gegenwärtig befasst sich Heinz Dreyer mit dem Pflanzenbau in russischen Trockengebieten. Eine neuartige konservierende Sätechnik mit Meißelscharen wurde entwickelt und marktreif gemacht. Über 300 Patente gingen aus seiner Arbeit hervor

Heinz Dreyer wurden zahlreiche Ehrungen zuteil: Er wurde in Russland zum Mitglied der „Internationalen Akademie zur Agrarausbildung“ berufen. Als wissenschaftlicher Berater an der Staatlichen Akademie Samara erhielt er 2001 die Ehrenprofessorwürde dieser Hochschule. Wegen seiner Verdienste um die wissenschaftliche Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Agrartechnik wurde ihm 2005 die Ehrendoktorwürde der Universität Hohenheim verliehen.

Im Jahr 2008 erhielt er den Silbernen Verdienstorden des Landwirtschafts-Ministeriums der Russischen Föderation. Die Würdigung erfolgte „für seinen großen persönlichen Beitrag zur Entwicklung des agrar-industriellen Komplexes Russlands sowie zur erfolgreichen gegenseitig vorteilhaften Kooperation zwischen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland. Am 19. Mai 2009 erhielt Heinz Dreyer für sein Lebenswerk die Ehrenmedaille des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Damit würdigte der VDI die Forschungs- und Entwicklungsarbeit insbesondere in den Bereichen Sä- und Düngetechnik sowie Elektronik, die Heinz Dreyer richtungsweisend geprägt hat.