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Neue Herausforderungen für die Pflanzenschutztechnik

Laden Sie sich hier die Präsentation zum Vortrag als pdf-Datei.

Der Zielkonflikt, der sich aus Pflanzenschutzmaßnahmen und den Bodenbearbeitungsstrategien ergibt, kann mithilfe des sogenannten magischen Dreiecks größtenteils aufgelöst werden. Es besteht aus den drei Positionen Erosionsschutz, Energieeinsparung und der Reduktion von Pflanzenschutzmitteleinsatz. Soll Energie eingespart werden, ist ein höherer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erforderlich. Intensive Bodenbearbeitungsmaßnahmen, um die Bestände gesund zu halten, sind in dem Kontext kontraproduktiv. Demgegenüber steht der Erosionsschutz, welcher meist nur bei einer fachgerechten Bodenbearbeitung in ausreichendem Maße realisiert werden kann. Damit die drei Kernaussagen des magischen Dreiecks in Einklang gebracht werden können, sind die einzelnen Verfahren zu optimieren und aufeinander abzustimmen. Ein wichtiger Parameter ist dabei der Standort. Im Folgenden soll angesprochen werden, inwiefern Verbesserungen und Effizienzsteigerungen für den Punkt Pflanzenschutz erreicht werden können. Warum braucht es neue Strategien im Herbizideinsatz?

Durch hohe Maisanteile in der Fruchtfolge steigt der Unkrautdruck. Es liegen Ergebnisse vor, welche ein Ausfallen der Bodenwirkung von Herbiziden bestätigen. Desweiteren treten Schäden am Mais immer häufiger auf. Ertragsdepressionen sind keine Seltenheit. Und durch die Flächenkonkurrenz muss ein Maxiamlertrag angestrebt werden.
Die Lösung, um diesen Herausforderungen entgegentreten zu können, liegt in der Unterblattspritzung. Die Vorteile eines solchen Verfahrens sind klar erkennbar. Es besteht ein größeres Zeitfenster für die zweite Behandlung. Weiters ist eine problemlose Erfassung aller Unkräuter möglich. Wuchsdepressionen werden ausgeschlossen. Darüber hinaus ist eine Kombination mit Flüssigdünger möglich.
Zur Technik: Die Spritzbrühe wird mit einem sog. Schlepprohr von der Firma Agrotop ausgebracht. Das Rohr ist bis zu 90 cm lang. Es muss mindestens 30 cm in den Bestand eintauchen. In der Regel wird von einer Fahrgeschwindigkeit von 8 km/h ausgegangen. Die Fahrgeschwindigkeit hängt aber stark vom Bestand ab. Die Rohre werden an Spritzleitung II angebracht ,wobei bei 2,25 m Spur und 75 cm Reihenabstand 16 Rohre auf 11,625 m fallen und 32 Rohre auf 23,25 m Gestänge fallen. Über nicht benötigte Düsenkörper gehört eine Blindkappe (32 x 0,75 m = 24m).
Die Vorteile, die sich aus der Schlepprohrtechnik ergeben, liegen in einer schnellen Montage der Leitungen, einem einfachen Ein- und Ausklappen des Gestänges und einem exakten Abstand von 75 cm entlang der zweiten Spritzleitung. Die Nachteile sind im Transport und den Düsenkörpern zu sehen. Die Rohre müssen für einen kompakten Transport auf 75 cm gekürzt werden. Weil die Rohre direkt am Düsenkörper angebaut sind, kann eine Kräfteverteilung mit Hilfe des Gestänges nicht erfolgen. Darüber hinaus weichen die Rohre schnell aus. Ein Nachtropfen der Düsen ist nicht ausgeschlossen.
Eine weitere Technik zur Unterblattspritzung stellt das Lechler Dropleg dar. Hier bestehen die Vorteile in der sehr guten Lage im Bestand. Ein Nachtropfen der Düsen wird ausgeschlossen. Die Düsenkörper und das Gestänge werden kaum oder nur geringfügig belastet. Ein schneller An- und Abbau des Leitungsträgers ist möglich. Zu den Nachteilen zählen der manuelle Eingriff bei der Ein- und Ausklappung, und die Droplegs im Mittelteil. Für den Straßentransport sind sie zu lang.

Da jetzt die technischen Voraussetzungen auch für den späten Pflanzenschutzeinsatz im Mais erläutert wurden, kommen wir jetzt zu den Gründen. Die Gründe für den späten Einsatz sind der Maiszünsler, der Maiswurzelbohrer und die Gefahr des Pilzbefalls.
Um im Mais in einem späteren Entwicklungsstadium, Pflanzenschutzmaßnahmen treffen zu können, muss seitens der Ausbringtechnik eine weiteres Kriterium erfüllt sein: Genügend Bodenfreiheit der Feldspritze. Untersuchungen haben in diesem Zusammenhang gezeigt, dass Ende August bei einer Wuchshöhe von 2,50 m, eine Bodenfreiheit 1,20 m keine Pflanzenschäden zur Folge hat. Neben der großen Bodenfreiheit, sollte beim Gestänge die Möglichkeit eines hohen Aushubs bestehen. Eine Feldspritze mit der die Kriterien für den Pflanzenschutz im Mais erfüllt sind, ist der neu erschienene AMAZONE Pantera. Die Selbstfahrende Feldspritze verfügt über ein stufenloses Getriebe und 147 kW Antriebsleistung. Eine variable Spurbreite von 1,80 m bis 2,40 m und eine Bodenfreiheit von 1,20 sind Stand der Dinge. Die Pantera ist von 24-40 m Arbeitsbreite erhältlich. Jüngste Entwicklungen versprechen außerdem höher fahrbare Gestänge im Bereich der Anhängefeldspritzen.

Zusammengefasst bleibt zu sagen, dass Pflanzenschutzmaßnahmen im Mais in Zukunft Bestandteil der Bewirtschaftung sind. Für Maßnahmen in späten Entwicklungsstadien ist eine weitere Forschung und Entwicklung im Bereich der Ausbringtechnik (siehe Gestänge, Düsen, Bodenfreiheit) noch erforderlich.