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Lösung der Nährstoffproblematik durch Gärrestaufbereitung

Laden Sie sich hier die Präsentation zum Vortrag als pdf-Datei.

Einleitung und Stammdaten Betrieb
Cord Cordes erläutert die Thematik am Beispiel seines landwirtschaftlichen Betriebes mit Biogasanlage und Tierproduktion erläutert. Der Betrieb befindet sich in Kircheswalde und eignet sich ausgesprochen gut für den Maisanbau. Cord Cordes bewirtschaftet 165 ha Ackerbau und nutzt 430 Sauen zur Ferkelproduktion. 133 ha der Gesamtanbaufläche werden für den Anbau von Silomais verwendet. Der Anbau erfolgt zu 100 % über Mulchsaat.

Stammdaten Biogasanlage
Der Bau der Biogasanlage fand mithilfe eines Investors statt. Die Biogasanlage besteht u.a. aus einem liegenden Fermenter. Die Rührwellen sind quer verbaut. Diese Tatsache ergibt sich aus den hohen, auftretenden Torsionskräften innerhalb des Fermenters. Eine Umdrehung der Rührwellen bewegt 360 qm Gärsubstrat. Gerührt wird einmal pro Minute. Die Rührwerke drehen ausschließlich auf der Stelle. Dem Fermenter werden 80 t Rezykulator zugemischt. Durch die hohen TM-Anteile wird das Substrat sonst zu trocken. Anschließend werden die Gärsubstrate nach einer Trennung durch den Separator in den Nachgärer befördert. Das feuchte Material wird in einem Bandtrockner getrocknet. Dieser Bandtrockner ist mit einem harten gewebten Band ausgestattet. Er wirkt so auch gleichzeitig als Staubfilter. Der Trockner trocknet in einem Durchgang. Eine wichtige Eigenschaft des Fermenters ist, dass dieser keine Volldurchmischbehälter ist. Der Nachgärer hingegen schon. War die Suppe lange genug im Nachgärer, wird sie in zwei Gärrestlager befördert.

Versorgung der Anlage
Die Ver- und Entsorgung wird von CoSub übernommen. Insgesamt stehen 380 ha Mais zur Verfügung. Darüber hinaus 200 ha für Zwischenfruchtanbau. Es fallen außerdem 200 ha Grünlandschnitt an. Zusätzlich werden 8000 t Geflügelmist zugekauft, welcher vorzugsweise aus Entenmist besteht. Entenmist ist verglichen mit anderen Mistsorten relativ kostengünstig. Die Versorgung wird insgesamt durch 15 Vertragspartner erledigt.

Entsorgung der Anlage
Wenn das Gas unberücksichtigt bleibt, entstehen aus 24.000 t Futter 20.000 t flüssige und 4.000 t feste Phase. Das sind in etwa 130.000 kg N, 41.000 kg P2O5 und 140000 Kg K2O. Insgesamt werden 541 ha Ausbringfläche benötigt. Um die Reststoffe handeln zu können, wurde eine Idee umgesetzt. Separieren, Trocknen, Pelletieren. Daraus wurden drei Ziele abgeleitet:
1 Transportwürdigkeit herstellen
2. Technische Parameter für die Verarbeitung erfüllen
3. KWK-Bonus bekommen

Das Ergebnis war, dass 100 kg/qm Raumgewicht nicht transportwürdig sind.
Die Trockenmasse fand jedoch großen Anklang bei den Zulieferern. Sie erweist sich als hervorragendes Streugut. Im Gegensatz zu Sägespänen ist sie noch saugfähiger. Sie ist zudem hygienisch einwandfrei.