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Maisanbau in Niedersachsen: Auswirkungen auf den Boden

Laden Sie sich hier die Präsentation zum Vortrag als pdf-Datei.

Der Maisanbau insgesamt in Niedersachsen beläuft sich derzeit auf 546.150 ha. Die Produktion von Silomais nimmt einen Anteil von 274.937 ha ein. 180.000 ha werden für Energiemais verwendet. Im diesem Vortrag geht Marion Senger (LWK Niedersachsen) darauf ein, inwiefern sich der Humusgehalt im Boden durch verstärkten Maisanbau verändert und was getan werden kann, damit vom natürlichen Verlauf der Humusbildung ausgehend, Maßnahmen abgeleitet werden können, die zum Ausgleich der Humusbilanz führen. Bevor die Thematik näher erläutert wird, soll erst auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen eingegangen werden.

§ 3 der Verordnung über die "Grundsätze landwirtschaftlicher Flächen in einem guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand" enthält Vorschriften über den Erhalt der organischen Substanz im Boden und Schutz der Bodenstruktur. Das Einhalten dieser Verordnung ist an die EU-Direktzahlungen gebunden. Was kann also getan werden, um auch bei engen Maisfruchtfolgen, den Cross Compliance Anforderungen gerecht zu werden?

Tatsache ist, dass bei der Silomaisernte 560 Kg Kohlenstoff /ha abgefahren werden. Um solche Nährstoffentzüge ausgleichen zu können, empfehlen sich folgende Maßnahmen: Anbau von Zwischenfrüchten, Ernterückstände einarbeiten, Stallmist ausbringen, u.a.. Damit diese Maßnahmen ihren Zweck erfüllen und einen entscheidenden Beitrag zum Ausgleich der Humusbilanz liefern, werden vor dem Hintergrund der konservierenden Bodenbearbeitung Grundvoraussetzungen angesprochen, die in diesem Zusammenhang erfüllt sein müssen.

Eine wichtige Grundlage bildet die Bodenstruktur. Sie wird von den Determinanten Durchwurzelung, Makroporen, Bioporen, Gefüge und Verfestigung und organische Reststoffe bestimmt. Eine gute Durchwurzelung stabilisiert die Bodenstruktur und sorgt dadurch für ausreichend Durchlüftung. Die Bodenluftkapazität wird in Vol-% gemessen.

Eine Folge guter Bodendurchlüftung, gegeben durch ausreichend vorhandene Makro- und Bioporen, hat eine hohe Regenwurmaktivität zur Folge. Im Falle von hoher Regenwurmaktivität wird der Rotte- und in der Folge der Mineralisationsprozess von Ernterückständen beschleunigt. Wenn also konservierend bearbeitet wird, insbesondere Ernterückstände ausreichend durchmischt eingearbeitet werden, verbessert sich die Tragfähigkeit, die Fruchtbarkeit und das Gefüge des Bodens. Bodenschadverdichtungen und Erosion kann so weitestgehend vorgebeugt werden. Durch die Verbesserung der natürlichen Funktionen insgesamt, ist nicht nur die Nachhaltigkeit des Maisanbaus und anderer Kulturen gesichert, sondern auch Mehrerträge gehören zum Stand der Dinge.