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Die deutsche Landtechnik zu Gast bei Amazone

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Zwei Tage lang waren die Amazonen-Werke in Hasbergen-Gaste eine Hochburg für Landtechnik-Experten aus der ganzen Bundesrepublik. Denn am 15. und 16. Februar 2011 war Amazone der Gastgeber für die diesjährige 10. VDI-Fachtagung LAND.TECHNIK FÜR PROFIS, bei der unter dem Leitthema "Effiziente Technik für Düngung und Pflanzenschutz" Anforderungen, Konzepte und technische Lösungen vorgestellt und diskutiert wurden.

Das Plenum setzte sich aus renommierten Landwirten, Lohnunternehmern und Maschinenring-Verantwortlichen sowie aus Ingenieuren der Landtechnikindustrie und der Wissenschaft zusammen. Insgesamt waren es 200 Tagungsteilnehmer, die Amazone-Geschäftsführer Dr. Justus Dreyer im "Active-Center" Hasbergen-Gaste begrüßen konnte. „Sie befinden sich hier an einem Ort, an dem sich sehr viele Menschen tagtäglich mit dem Thema Dünge- und Pflanzenschutztechnik befassen“, hob er dabei die besondere Verbindung zwischen Amazone und dem Tagungsthema hervor.

Gerade Düngung und Pflanzenschutz, so führte der Amazone-Geschäftsführer weiter aus, spielten eine wichtige Rolle, um eine weitere Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge sicherzustellen und so die global steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und Bioenergie zu erfüllen. Die Präzisionslandwirtschaft werde sich deshalb weiter von der Bearbeitung ganzer Flächen zur Teilflächenbearbeitung und schließlich bis zur Betrachtung der einzelnen Pflanzen entwickeln, bis man Düngung und Pflanzenschutz auf den individuellen Bedarf der einzelnen Pflanzen reduzieren könne. Besondere Herausforderung für die Landtechnik sei es dabei, die Ausbringtechniken weiter in Richtung Präzision voranzutreiben, ohne die Schlagkraft zu vernachlässigen. Außerdem gelte es, die neuen Informationstechnologien noch stärker für die Landwirtschaft nutzbar zu machen.

In einem Einführungsreferat unterstrich auch Dr. Rainer Resch, Leiter der Amazone-Forschung und -Entwicklung, die Bedeutung des Themas: „Düngung und Pflanzenschutz nehmen im modernen Ackerpflanzenbau mit mehr als 40 % der Betriebskosten eine zentrale Stellung ein.“ Im Weiteren zeigte Dr. Resch u.a. Lösungsansätze auf, um auch zukünftig im Sinne nachhaltiger Landwirtschaft höhere Erträge mit weniger Aufwand zu erzielen, die Gewinne für die Landwirte zu sichern und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.

Unter der Leitung von Dr. Markus Demmel von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft präsentierten im weiteren Verlauf der Tagung hochkarätige Referenten aus der Landtechnik aktuelle Lösungen, Trends und Innovationen bei der Technik für einen nachhaltigen und schlagkräftigen Pflanzenschutz sowie für die effiziente mineralische Düngung. Zu den Programmpunkten gehörten neben dem Blick auf Anforderungen und Möglichkeiten der Technik auch die Themen "Automatisierung - von der Fahrerentlastung bis zu autonomen Systemen" und "Herausforderungen der komplexen Gerätebedienung - Von der Workflow-Analyse zur Konzeption der Mensch-Maschine-Schnittstelle". In einem Blick über die Grenze stellte der Beitrag "Verfahren der Düngung und des Pflanzenschutzes in Belgien" Verfahrensweisen unterschiedlicher Betriebe bei unseren westlichen Nachbarn vor.

Ein weiterer Themenblock beschäftigte sich mit Strategien zur Entscheidungsunterstützung bei Düngung und Pflanzenschutz etwa durch Einsatz von Potenzialkarten und Expertensystemen. Einen Überlick, was Sensoren bereits heute schon im Pflanzenbau leisten, und eine Podiumsdiskussion, in der hochrangige Vertreter der Branche ihre Konzepte und Ideen von Pflanzenschutz und Düngung in 2050 vorstellen, rundeten das Programm ab.

Veranstalter der LAND.TECHNIK FÜR PROFIS war das VDI Wissensforum. Dabei fand die Tagung unter fachlicher Trägerschaft des VDI-Fachbereichs Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Maschinenringe statt.