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Untersuchung des Auflaufverhaltens in Mulchsaatsystemen im Ökologischen Landbau

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Uni Kassel - Prof. Dr. O. Hensel

Mulchsaatverfahren haben als wichtigster Teilbereich der konservierenden Bodenbearbeitung unter Umweltgesichtspunkten vielfältige und nachhaltige Vorteile gegenüber der nach wie vor vorherrschenden intensiven (konventionellen) Bodenbearbeitung mit dem Pflug und der damit weltweit verbundenen Abnahme der Fruchtbarkeit von Ackerböden. In der EU gehen jährlich im Mittel 17 t/ha an Ackerland verloren, während die mittlere Bodenneubildung nur 1 t/ha beträgt. Um dieser Bodenerosion und -degradierung zu begegnen, kommen insbesondere in erosionsgefährdeten Gebieten zunehmend Mulchsaatverfahren zum Einsatz, bei denen die Aussaat der Folgefrucht in die nur oberflächlich eingearbeiteten Rückstände (Mulchschicht) der Vorfrucht erfolgt. Dabei ist die schützende und strukturverbessernde Wirkung des Mulchs auf den Boden umso größer, je mehr davon auf der Bodenoberfläche verbleibt.

Das Ziel dieses Projektes ist es, die negativen Einflüsse des Auflaufverhaltens bei Mulchsaat zu untersuchen und Möglichkeiten zu erproben, diese so gering wie möglich zu halten, bei gleichzeitig optimaler Ausnutzung der positiven Aspekte in Bezug auf den Erosionsschutz. In Zusammenarbeit mit dem „Forschungsprojekt Bilderkennung“ soll eine Datengrundlage geschaffen werden, mit deren Hilfe ein Ackerschlag unter Berücksichtigung der teilspezifischen Strohmulch-Auflage und Bodenart sowie Aussaattiefe so zur Aussaat vorbereitet werden kann, dass auf der gesamten Fläche bei ausreichendem Feldaufgang ein maximaler Bodenschutz erzielt wird.

Dieses Projekt wird mit Unterstützung von AMAZONE durchgeführt.