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Gerd Höper, HANSA-Landhandel

Gerd Höper, HANSA-Landhandel

Laden Sie sich hier die Präsentation zum Vortrag als pdf-Datei.

Die AG LOEWE führt an unterschiedlichen Standorten in Norddeutschland Lohnarbeiten durch. Um diese Lohnarbeiten vernünftig festzuhalten, entstand in der Vergangenheit eine Vielfach-Dokumentation. Diese umfasste:

1. Beratung / Auftrag
2. Planungszettel
3. Arbeitsauftrag
4. Arbeitserledigung mit Änderungen
5. Rechnungsstellung
6. Dokumentationszettel

Auf die Dauer führte das zu einem Durcheinander in der Datenpflege. Es musste also eine Lösung her, um klare Ziele für ein Dokumentationssystem zu definieren. Mit einem neuen System sollte zunächst eine Effizienzsteigerung erfolgen. Das System sollte helfen den Kunden termingerechter zu betreuen und die Maschinen besser auszulasten. Eine standortübergreifende Maschinennutzung setzte eine Serverlösung voraus. Um das System sinnvoll zu konfektionieren, mussten klare Arbeitsabläufe definiert werden, um alle Tätigkeiten nachvollziehbar zu machen. Man wollte sich allerdings die Flexibilität erhalten.

Es sollte die Möglichkeit bestehen, seine Daten z. B. auf einem USB-Stick mitzunehmen, um an einem anderen Rechner weiterarbeiten zu können. Es musste ein System entstehen, dass es zulässt, auch auf Zuruf des Kunden die Daten vor Ort ändern zu können. Außerdem sollte die Kundenbindung durch einen optimalen Service verbessert werden. Wenn der Berater sämtliche Informationen mobil abrufen kann, dann kann er den Kunden vor Ort auch besser beraten. Schlussendlich resultiert aus der höheren Kundenbindung eine bessere Planungssicherheit. Teure Investitionen in Technik können mit einem ruhigeren Gewissen getätigt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, sollte die Software folgende Wünsche erfüllen:

• Einmaldokumentation
• Auftrags- / Dispositionsmodul
• Navigation zur Fläche
• standortübergreifende Dateneinsicht
• einfach und anwenderfreundlich
• Darstellung von Schlagumrissen auf Landkarte oder Luftbild

Diese Lösung muss auf sechs wesentlichen Punkten basieren:

• Internetbasis (Onlinearbeit von überall möglich)
• keine Softwareinstallation auf dem PC nötig
• dadurch immer automatisch aktuelle Version
• Datensicherheit optimal (wenn eigener PC abstürzt / defekt, kein Datenverlust)
• unterschiedliche Zugriffsrechte (Master, Berater, Fahrer, Landwirt): dadurch ergeben sich eingeschränkte oder erweiterte Möglichkeiten der Nutzer
• wichtigstes Merkmal: die Daten gehören dem Landwirt

Diese Kriterien beeinflussen dann die fünf Schritte des optimalen Datentransfers:

1. Beratung
2. Auftrag
3. Disposition
4. Erledigung der Lohnarbeit
5. Dokumentation

Die Daten werden nach der Beratung einmal erfasst und weiterverarbeitet, bis die Dokumentation wieder beim Landwirt ankommt. Eine Mehrfachanlegung eines Vorgangs durch unterschiedliche Software entsteht nicht. Berater, Lohnunternehmer und Fahrer kommunizieren mit dem HELM LOGISS MANAGER (Server). Dieser wiederum kommuniziert mit der Schlagkartei von BASF. Die Anmeldung bei MYFARM24.LOGISS läuft über Emailadresse und Passwort. Einmal eingeloggt kann man alle Aufträge einsehen und alle Informationen aufrufen. Zu den Informationen zählen z. B. Dispositionsstatus, welche Fahrer sind eingeplant, eine automatische aber beeinflussbare Tourplanung, Auftrags- / Aufgabenreihenfolge, Landkartenanzeige und, ob der Auftrag erledigt ist oder nicht.

Es gibt auch wichtige Funktionen für die Fahrer: In den Aufträgen können sämtliche Details aufgerufen und auf den Pocket-PC oder Auftragszettel transferiert werden. Außerdem verfügt das System über eine automatische Schlagerkennung. Das hilft jungen oder ortsunkundigen Fahrern, die Flächen ohne Probleme und Umwege zu finden. Die Aufträge werden dann vom Fahrer aufgerufen und durchgeführt. Außerdem kann er Änderungen sofort dokumentieren. Nach erledigter Arbeit werden die Daten direkt vom Pocket-PC in die Schlagkartei überspielt. Unmittelbar nach der Übertragung stehen die geänderten Informationen in MYFARM24 für den Landwirt zur Verfügung. Ziel ist eine bessere Koordination, wodurch Wartezeiten deutlich reduziert werden können. Im Anschluss an die Lohnarbeit kann dann aus LOGISS eine Rechnung erstellt werden. Da das System über alle Informationen aus dem Auftrag verfügt, hat der Landwirt eine bessere Übersicht. LOGISS hält auch einen detaillierten Leistungsnachweis bereit. Für den Berater ergeben sich weitere Vorteile durch ein solches System. Er kann auf einen Blick sehen, welche Flächen z. B. noch nicht gespritzt wurden.

Aber welchen Nutzen hat der Landwirt? Er kann nicht nur seine Betriebsinformationen aufrufen, er erhält auch eine schlagbezogene Dokumentation und kann seine Informationen einsehen und sie zur Erfüllung von Cross Compliance nutzen. Darüber hinaus kann sich der Landwirt sowohl über seine Dünge- und Humusbilanzen informieren, als auch Deckungsbeiträge errechnen. Die Funktionen und Möglichkeiten werden stetig erweitert. Es fehlen jetzt noch zwei wesentliche Fähigkeiten, die das System so noch nicht unterstützt. Es werden derzeit schon Bodenproben genommen und genauestens analysiert, sie können allerdings noch nicht in die Schlagkartei eingetragen werden. Zu guter letzt fehlt noch eine Einbindung in bestehende ISOBUS-Geräte. Für die Zukunft spielt dies aber eine wichtige Rolle, um eine teilflächenspezifische Bodenbearbeitung optimal durchführen zu können.