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Farmübergreifendes Datenmanagement

Norbert Kolb, HELM Software

Laden Sie sich hier die Präsentation zum Vortrag als pdf-Datei.

Beim farmübergreifenden Datenmanagement geht es um die Effizienssteigerung durch barrierefreien Datenaustausch zwischen Landwirt bzw. Lohnunternehmer, Precision Farming-Serviceanbieter und Bordcomputer. Bei jedem überbetrieblichen Maschineneinsatz fallen Dokumentationsdaten an. Die Grundfrage dabei ist: Können diese Daten automatisch ausgetauscht werden?

Die Daten des Landwirts setzen sich z. B. aus Flächen, Betriebsmittel und Dokumentation zusammen. Diese Daten übergibt er über eine ISOBUS-Schnittstelle an den Lohnunternehmer, um einen Auftrag zu erteilen. Der Lohunternehmer verbindet diese Informationen miteinander, indem er den Kunden verwaltet, macht eine Disposition und nach erledigter Arbeit fertigt er einen Leistungsnachweis an. Bei der Datenübergabe werden Schlagidentifikator, Aufträge, Dosierkarten, Dokumentation (geht wieder an den Landwirt) und Precision Farming-Aufzeichnungen transferiert.

Können diese Daten überhaupt problemlos ausgetauscht werden? Für den Datenaustausch gibt es Schnittstellen, wobei jede Schnittstelle auch eine Schwachstelle ist. In der Vergangenheit haben sehr viele Landwirte und Lohnunternehmer einen zu hohen Preis bezahlt, ohne den gewünschten Mehrwert zu erzielen. Das Problem war, dass diese Schnittstellen immer nur in Kleinserien, begrenzten Stückzahlen produziert wurden. Dadurch konnten sie sich zunächst nicht durchsetzen. Jedes Unternehmen warb damit, dass es in der Lage dazu sei Daten auszutauschen. In der Regel erfolgte dies über einen USB-Stick, eine Datenkarte oder eine CF-Card.

Bei der ISOBUS-Entwicklung herrschte über Jahre ein Stillstand. Doch heute gibt es fertige ISOBUS-Systeme, die funktionieren. ISOBUS gibt es auf der einen Seite als Jobrechner:

• dieser steuert verschiedene Maschinen mit einem Terminal
• er kann Schlepper unterschiedlicher Hersteller und verschiedene Maschinenfabrikate durch das Terminal miteinander kombinieren

Das funktioniert mittlerweile ohne nennenswerte Probleme. Auf der anderen Seite gibt es ISOBUS als Taskcontroller (Hard-/Software Modul):

• er muss die Datenbasis aufnehmen und verarbeiten können
• er muss sie auch zurück- oder weitergeben können

Der Taskcontroller muss auch die unterschiedlichen Datenbasen der Maschinen auf einen Nenner bringen. Solange die Daten über einen für den Taskcontroller bekannten Inhalt verfügen, funktioniert ein solches System. Sobald die Informationen unbekannt sind, also keine „Namen“ haben, gibt es ein Problem. Wenn keine einheitliche Datenbasis vorhanden ist, muss der Anwender mit verschiedenen Programmen arbeiten, um die Daten nutzen zu können. Man kann also Daten unterschiedlicher Stämme nicht ohne weiteres mischen. Prinzipiell funktioniert also das Datenmanagement eines Herstellers, sobald ein zweiter auftaucht, wird es problematisch. Was bedeutet das für die Zukunft?

• noch ein „Standard“
• alle Maschinen von einem Hersteller kaufen
• künstliche Intelligenz
• Datenwolke
• natürliche Intelligenz
• etc.

Aber welcher dieser Ansätze liefert die langfristige Lösung für das Problem? Das Problem kann nur aus der Welt geschafft werden, wenn ein Dienstleister alle „Standards“ außer Acht lässt, Geld in die Hand nimmt, den Landwirten eine Datenbank zur Verfügung stellt und sie pflegt. Eine solche Lösung bietet HELM Software an. Grundstein ist ein Dokumentationsserver, der den Nutzern rund um die Uhr zur Verfügung steht, um die Stammdaten zu pflegen. Außerdem können die Daten untereinander ausgetauscht werden, je nachdem über welche Berechtigungsstufe ein Nutzer verfügt.

Der Landwirt kann Informationen an Lohnunternehmer weitergeben, dieser kann sie öffnen und eine Disposition durchführen. Mithilfe dieser Informationen kann der Lohnunternehmer die Maschinen navigieren, seine Arbeit dokumentieren und für die Rechnung einen Leistungsnachweis erstellen. Nebenbei kann der Berater auf die Daten des Landwirts zugreifen und Empfehlungen geben. Der Lohnunternehmer schickt seine Daten auf das ISOBUS-Terminal und von dort fließt alles wieder zum Landwirt. Die Daten werden permanent durch die Nutzung aktualisiert, da alle Nutzer mit einem Datenstamm arbeiten. Eine Kommunikation zwischen den Anwendern findet also auch über den Server statt.

Als Fazit kann man folgende Punkte zusammenfassen:

• Landwirte, Maschinenringe und Lohnunternehmer sollten mit- oder füreinander arbeiten
• es existieren verschiedene Dokumentationsdaten
• es bedarf eines einheitlichen Identifikators für die Schläge
• nutzt man unterschiedliche Software, verstehen sich die Daten nicht
• die Hersteller haben den herstellerübergreifenden ISOBUS-Stars-Controller in den Startlöchern => dieser löst aber nicht das Problem (ISOBUS ist nicht gleich ISOBUS)
• momentan ist keine Lösung in Sicht
• HELM-intern gibt es zur Verständigung Myfarm24