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Datenmanagement in der Landwirtschaft: Wo liegt die Zukunft?

Dr. Scheufler

Laden Sie sich hier die Präsentation zum Vortrag als pdf-Datei.

Wie sieht die Zukunft der Nutzung von Elektronik in der Landwirtschaft aus? Eine Lösung für diese Frage wird am heutigen Tage nicht erarbeitet. Bevor die Fachthemen beginnen, soll jedoch ein kleiner Einstieg in die Thematik gewährt werden. Die Landwirtschaft befindet sich in einem ständigen Wandel. Teilweise wird dieser Wandel in der Bevölkerung bewusst wahrgenommen:

• Traktoren und Maschinen werden größer
• kleine landwirtschaftliche Betriebe werden aufgegeben

Teilweise geschieht der Wandel aber auch unauffällig:

• mehr Menschen müssen ernährt werden
• die Weltbevölkerung wächst
• Energiepflanzen werden gezüchtet

Daraus ergeben sich Aufgaben und Herausforderungen, die von der Landtechnik und der Landwirtschaft bewältigt werden müssen:

• die Weltbevölkerung muss gesund ernährt werden
• erneuerbare Energien müssen produziert werden
• dennoch müssen natürliche Lebensräume erhalten bleiben
• der wachsenden Weltbevölkerung stehen begrenzte oder sogar rückläufige ackerbauliche Nutzflächen gegenüber
• der Klimawandel darf nicht außer Acht gelassen werden
• es stehen weniger nutzbare Ressourcen zur Verfügung

Im Wesentlichen geht es um Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und Kraftstoffe. Vor allem das begrenzte Vorkommen von Phosphor wird in der Zukunft zu Problemen in der Landwirtschaft führen, da es ein wichtiger Nährstoff für den Energiehaushalt von Lebewesen und nicht ersetzbar ist. Wenn man dem derzeitigen Verbrauch die Entwicklung der Weltbevölkerung zugrunde legt, dann steht uns der Phosphor nur noch 110 Jahre zur Verfügung. Dann wird die Ressource so verteilt sein, dass die Menschheit nicht mehr darauf zurückgreifen kann, z. B. auf Mülldeponien und in Klärwerken. Daher muss sorgfältig damit umgegangen werden.

Auch die Menge der ackerbaulichen Nutzflächen pro Kopf und die Menge der Menschen, die ein Landwirt ernähren kann, spielt in der Zukunft eine übergeordnete Rolle. Um 1900 standen jedem Menschen noch 8.400 m² Ackerfläche zur Verfügung, im Jahr 2010 sind es noch 2.500 m². Tendenziell wird diese Fläche immer weniger. 1830 hat ein Landwirt etwa vier Menschen mit Lebensmitteln versorgt, im Jahr 2010 beläuft sich diese Zahl auf etwa 150. Da drängt sich die Frage auf: Wie wurde diese Entwicklung begünstigt?

• neue Verfahren haben sich herauskristallisiert
• die chemische Forschung hat dazu beigetragen (Dünge- und Pflanzenschutzmittel)
• biologische Forschung (Saatzucht)
• die Landtechnik hat sich stark evolutioniert

Um auch die gewaltigen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, muss mit den Ressourcen sorgfältig umgegangen werden: Hier hilft der Baustein Precision Farming, der in vier wesentliche Bereiche eingeteilt werden kann (siehe Details Folie Nr. 7).

• teilflächenspezifische Bewirtschaftung
• Automation
• Managementsysteme für die Technik
• Managementsysteme für das Büro

In der Zukunft werden mehr technische Lösungen aus dem Bereich der teilflächenspezifschen Ansätze von den Herstellern angeboten. Wenn wir heute über elektronische Teilbreitenschaltung bei Düngerstreuern und Pflanzenschutzspritzen sprechen, so wird bald auch die Tiefenführung von Bodenbearbeitungsgeräten elektronisch gesteuert. Im Bereich der Automation sind Spurführsysteme und automatische Teilbreitenschaltung die beherrschenden Themen, wodurch auch die Arbeit der Fahrer erheblich erleichtert wird. Außerdem kann genau ermittelt werden, wo Kraftstoff auf dem Acker eingespart werden kann. Die Managementsysteme für die Technik sind gerade für das Flottenmanagement und die Logistik interessant. Im Büro hingegen müssen Administration, Dokumentation und Qualitätsmanagement ordentlich koordiniert werden.